Auswärts erneut ohne Punkte

Am letzten Wochenende trat die Volleyball-Regionalligamannschaft des SFB 94 erneut die Reise nach Berlin an. Doch während in der Vorwoche bei Rotation Prenzlauer Berg von vornherein nur Außenseiter-Chancen bestanden, erhofften sich die Brandenburger beim Berliner VV doch insgeheim einen Sieg.

Man stand sich ja bereits in der Vorbereitung gegenüber und wusste um die Spielstärke des Gegners und nach starken Auftritten der Mannschaft gegen den USC Magdeburg und auch im Showspiel gegen den Erstligisten SC Potsdam gab es bei Trainer Torsten Sykora durchaus Anlass zu Optimismus. Am Ende war die Enttäuschung auf Seiten des SFB 94 zu spüren, nachdem man klar mit 1:3 verlor und nur im dritten Satz zeigte, dass Potential in der neu formierten Mannschaft steckt. Mannschaftskapitän Gina Schilke sprach anschließend die Schwächen an und nahm sich selbst davon nicht aus, obwohl sie mit einer starken Erkältung besser zu Hause geblieben wäre. Doch es fehlten mit Anett Engel, Lina Mischke und Jody Heidel weitere Leistungsträger und so stellte sich Gina Schilke in den Dienst der Mannschaft. Satz 1 begann sehr nervös bei den Brandenburgern, Schwächen in der Annahme ließen keinen ruhigen Spielaufbau zu. 

Gleiches bot sich im 2. Satz, hier kam hinzu, dass die sich steigernde Abwehr nicht durch Punkte belohnt wurde, weil es im Angriff keine Präzision und Durchschlagskraft gab. Einzig Franca Grellmann und die sich weiter steigernde Alica Blecher zeigten den nötigen Biss und hatten mit Ihren Aktionen oft Erfolg. 25:18 und 25:16 lautete jedoch der jeweilige Endstand. Im dritten Satz ging dann ein Ruck durch die Mannschaft. Sabrina Harnisch schaffte es, mit ihren gefürchteten wuchtigen Aufschlägen den Gegner unter Druck zu setzen, so dass dieser nicht wie geplant zum Zuge kam. Unterstützt durch Franca Grellmann, die erneut wertvollste Spielerin wurde, sowie in der Abwehr durch Sabine Zacharias zog die gesamte Mannschaft nun an einem Strang und entschied den Satz mit 25:23 für sich. Trainer Sykora schöpfte nun noch einmal Hoffnung auf eventuell einen Punkt im Duell gegen einen eigentlich nicht überragend spielenden Gegner, musste im vierten Satz aber ohnmächtig mit ansehen, dass der Mannschaft an diesem Tage die nötige letzte Mobilisierung der Kräfte keine Chance hatte. Mit dem Sieg gegen den USC Magdeburg als Ausbeute des Saisonauftaktes geht der SFB 94 nunmehr als Tabellen-Achter in eine 14-tägige Spielpause und hat keinen Grund zum Pessimismus, dafür aber Anlass zu einer ersten tieferen Analyse der bisherigen Entwicklung.
Teamgeist kommt ja bei dem Zusammenschluss zweier Mannschaften nicht über Nacht, sondern muss hart erarbeitet werden. „Und Teamgeist ist auch der Schlüssel zum Erfolg“, zieht Trainer Sykora noch einmal das Fazit. Am 29.10. steht die nächste Fahrt nach Berlin auf dem Programm. Gastgeber ist dann der Marzahner VC, ein Gegner, der machbar ist, wenn alles stimmt.

Der SFB 94 spielte mit: Sabine Zacharias (3); Gina Schilke (6); Sabrina Harnisch (7); Franca Grellmann (11); Steffi Raddatz (12); Alica Blecher (13); Sarah Jeworski (17), Sophie Neuberger (14)