Volleyball Regionalliga Punktspiel

Aufwärtstrend noch nicht belohnt

Am Ende gab es verdienten und herzlichen Beifall der Zuschauer für eine tolle und engagierte Leistung der SFB -Frauen gegen den klaren Favoriten, die Enttäuschung aber blieb. Zu sehr hatte die Mannschaft für den Erfolg gekämpft mit phasenweise spektakulärem Einsatz und mit Herz. Jedes Teammitglied bis hin zu den Reservespielern und zur Trainerbank fieberte und zerriss sich für die Mannschaft: „Einer für alle, alle für einen“ war die Losung, die Trainer Buchholz herausgab und sie wurde befolgt.

 

So legten unsere Brandenburger auch gleich los im ersten Satz, führten mit 5:2 und 8:3, ehe sich die Potsdamer besannen und erkannten, dass hier in Brandenburg keine Punkte zu verschenken waren. Mit starken Aufschlägen kämpfte sich Potsdam heran und hatte Glück, dass eine Reihe von Bällen haarscharf auf der Linie landeten, während sich die Abwehr des SFB darauf verließ, die Bälle im Aus zu sehen. So schmolz der Vorsprung und beim Stand von 10:8 für den SFB landete die Uni-Mannschaft aus Potsdam eine ihrer Aufschlagserien, gegen die an diesem Abend der SFB nur schwer die richtigen Mittel fand. Kathi Hantscher war es dann, die ihrerseits bewies, dass auch der SFB technisch auf hohem Regionalliga-Niveau gegenhalten konnte. Beim 15:13 für den SFB tobte die Halle, der Satzgewinn schien greifbar nah. Doch in dieser Phase setzte der USV die stärkeren Akzente beim Aufschlag, Brandenburg hielt jetzt zwar besser gegen, schaffte es aber oft nicht, den eigenen Angriff zwingender zu gestalten. So ging der Satz am Ende mit 25:20 an den USV, weil die Abwehr der Potsdamer stabil stand und Verena Poppe-Kohlsdorf und Alexandra Schramm sehr effektive Angriffe starteten. Satz zwei ähnelte dem ersten in vielen Phasen. Der SFB startete engagiert, führte 8:6 und 9:7, um dann zur Satzmitte wieder in Rückstand zu geraten. Das Schiedsrichtergespann aus Magdeburg war zu diesem Zeitpunkt stark gefordert, weil die Partie schnell und kämpferisch auf beiden Seiten geführt wurde. Nicht jede Entscheidung wurde auch von den Zuschauern und dem Trainergespann nachvollzogen. Potsdam behielt hier die Nerven und zog zum Satzende wieder auf 25:19 davon, obwohl der SFB zu jedem Zeitpunkt alles gab. Satz 3 sollte nunmehr die Wende bringen und das zeichnete die Brandenburgerinnen an diesem Abend aus: Sie behielten den Siegeswillen und Kampfgeist, erkämpften nun sogar eine 18:14 Führung und standen jetzt kurz vor einem hochverdienten Satzgewinn. Bis zu diesem Zeitpunkt funktionierte das ganze Team wie aus einem Guss, holte schier unmögliche Bälle und im Angriff klappten jetzt auch Varianten aus dem Hinterfeld und der Mitte. Gina Schilke agierte jetzt druckvoller, Andrea Bürger zeigte auf Außen ebenfalls Stärke und im Zuspiel steigerte sich Anne Borrmann. Jody Heidel als Libera, wertvollste Spielerin des Tages, glänzte nach anfänglicher Unsicherheit jetzt in der Feldabwehr und in der Blocksicherung. Auf den Rängen gaben auch die Zuschauer alles, um dann aber mitzuerleben, dass Potsdam noch ein Ass im Ärmel hatte. Julia Hofmann schlug beim Stand von 15:18 auf und brachte den USV mit 23:15 nach vorn. Die Fehlerquote beim Gastgeber aber auch das ausgeglichene Team auf Potsdamer Seite entschieden das Duell, bei dem man sich wünschte, dass Herz und Kampf des SFB zumindest mit einem Satzgewinn belohnt worden wäre. So verlor der SFB 94 ein gutes Spiel und muss im Fernduell mit dem Erzrivalen Blankenburg um den 7. Tabellenplatz bangen. Am 12. März kommt es dann in heimischer Halle zum direkten Aufeinandertreffen der Tabellennachbarn und zu einem richtungsweisenden Duell in der Liga. Der Sieger kann sich dann schon sehr viel entspannter dem Restprogramm widmen.

besta

Der SFB 94 spielte mit: Jody Heidel (1) , Anne Borrmann (5), Gina Schilke (6), Andrea Bürger (10), Alica Blecher (13), Marie Dreblow (12), Sophie Neuberger (14), Anne Storch (15), Frauke Offer(16)

Foto oben: Anne Storch und Frauke Offer