Volleyball Regionalliga Spielbericht

Keine Chance bei Club-Reserve in Potsdam

Nach der dreiwöchigen Spielpause reiste der SFB 94 am 11. Spieltag zum SC Potsdam II. Die Vorzeichen standen alles andere als gut. Im Zuspiel Daniela Hüttig verletzt, Anne Borrmann wegen Krankheit mit Trainingsrückstand, Andrea Bürger nach überstandener Knie-OP noch nicht fit, der Rest der Mannschaft konnte durch berufliche Belastungen nur 3 Mal in dieser Zeit trainieren. Ganz anders der SC Potsdam: Hier brannte man auf dieses Duell und nahm den SFB 94 mehr als ernst.

Bild links: Marie Dreblow wurde wieder zur wertvollsten Spielerin gewählt.

 


Trainer Arne Kramer konnte auf einen sehr ausgeglichenen Kader seiner Sportschülerinnen zurückgreifen, trainierte in dieser Woche täglich bis zu 2 Mal, setzte sogar eine Video-Analyse und ein Sondertraining am Samstagvormittag an. Unter diesen Voraussetzungen kam es, wie es kommen musste. Potsdam spielte von Beginn an sehr konzentriert, setzte mit starken Aufschlägen den SFB 94 sofort unter Druck und sorgte für große Verunsicherung insbesondere in der Annahme. So stand es nach wenigen Minuten bereits 9:2 für den Gastgeber aus Potsdam und zu diesem Zeitpunkt fand Brandenburg kein Konzept, um auf dem hohen Niveau der Bundesliga-Reserve gegenzuhalten. Auch als Trainer Buchholz mehrere Wechseloptionen zog, brachte es in diesem Satz keine Stabilität. Überdies herrschte bei einigen Spielerinnen unnötige Nervosität, die dazu führte, dass das vorhandene Potential nicht annähernd abgerufen werden konnte. Satz 1 ging so bei nur einer Auszeit durch den SFB mit 25:16 ungefährdet an den SC Potsdam.

Im 2. Durchgang steigerte sich der SFB etwas und ließ bis zur Satzmitte nur einen durchaus einholbaren 2 bis 3-Punktevorsprung durch den Gegner zu. In der Mitte sorgte jetzt Sabrina Harnisch für mehr Durchschlagskraft und Marie Dreblow sowie Eileen Heidepriem, erneut die besten Spielerinnen des SFB 94, schufen mit gelungenen Angriffsaktionen etwas Entlastung. So kam die Mannschaft auf 16:17 heran und zeigte, dass der SC Potsdam durchaus auch verwundbar war. Unnötige Fehler bei leichten Bällen brachten den SFB dann doch noch von der Linie ab und so ging auch dieser Satz mit 25:17 an den Gastgeber. Die beste Phase zeigten unsere Brandenburgerinnen zu Beginn des 3. Satzes. Jetzt hatte man da Gefühl, dass es wie gewohnt läuft. Mit stabiler Annahme und gutem Zuspiel entstanden jetzt auch tolle Spielzüge und lange, spektakuläre Ballwechsel. Bei wechselnder Führung bis zum 12:12 hatte man das Gefühl, das Spiel könnte zu Gunsten des SFB kippen. Die höhere Fehlerquote beim Aufschlag und auch die an diesem Tag fehlende Frische des SFB brachte dann aber die klare Entscheidung zu Gunsten des Gastgebers. Der deutliche Punktestand von erneut 25:16 spiegelt leider die Steigerung der SFB-Mädels im 3. Satz nicht wieder.

Fazit von Andrea Bürger:“ Man kann hier in Potsdam so klar verlieren, denn der Tabellenstand täuscht über das wahre Spielvermögen des Leistungssportzentrums hier beim SC Potsdam hinweg. Uns schmerzt vielmehr die Art und Weise der Niederlage, wir hätten uns gern besser präsentiert. Unter den Umständen, die wir gerade verkraften müssen, ist das Ergebnis jedoch nicht unerwartet.“ Der SFB rutscht nunmehr in der Weihnachtsspielpause nach Beendigung der Hinrunde auf den 7. Tabellenplatz und ist damit insgesamt nicht unzufrieden.

Die Rückrunde startet am 09. Januar in Braunsbedra und mit dem ersten Heimspiel nach mehrwöchiger Pause am 16.01. gegen des SC Energie Cottbus.

Der SFB 94 spielte mit: Jody Heidel (1), Sabrina Böhme (4), Anne Borrmann (5), Gina Schilke (6), Eileen Heidepriem (8), Sabrina Harnisch (7), Andrea Bürger (10), Julia Lehmann (11), Alica Blecher (13), Marie Dreblow (15)

besta